Kapitel 4 - Die Einöde des Hais
Wasser
so weit das Auge reichte.
Bis zum Horizont und darüber hinaus war kein weiteres Land zu sehen. Dafür schimmerte das Meer, als enthielte es eine phosphoreszierende Substanz. Am nächtlichen Himmel funkelten die Sterne, doch sie schienen wahllos dort angebracht worden zu sein. Zu keinem bekannten Sternenbild wollten die Konstellationen passen. Dafür verschwanden einige von ihnen, um an anderer Stelle wieder aufzutauchen. Sie glichen mehr weit entfernten alles beobachtenden kosmischen Augen, die sich öffneten und wieder schlossen.
Alyssa staunte mit offenem Mund über die atemberaubende Szenerie. Sie wusste, dass es nicht real war, doch als wolle sie diese Illusion eines Besseren belehren, kitzelte sie der Sand zwischen den Zehen. Die Magierin sah an sich herunter und grub die nackten Füße fester in den feinen, weißen Steinstaub. Es war fantastisch und beunruhigend zugleich. ‚Ob sich B.T.L.-Junkies so fühlen, wenn sie sich in die Erinnerungen eines anderen Menschen einklinken?‘
Der Strand an dem sie standen, umfasste nur einige Dutzend Quadratmeter. Nicht ein einzelner Grashalm wuchs auf der Insel. Lediglich ein hölzerner Steg führte von dem Eiland fort. Er war vom jahrzehntelangen Einfluss der Umwelt verwittert und weckte wenig Vertrauen in seine Stabilität. Nichts befand sich hier. Nichts außer Alyssa und ihrer Freundin.
„Wie lange wird es dauern, bis er sich zeigt?“, fragte sie und erntete ein verschmitztes Lächeln, das ihre Augen leuchten ließ. Sunetra wartete kniend auf Susanoos Ankunft. Sie hatte die Menschenfrau von dem Moment an, seit sie hier gelandet waren, genau beobachtet. War sie sich bei ihrem ersten Besuch in seinem Refugium ebenso fremd und deplatziert vorgekommen? Wahrscheinlich, aber die Erinnerungen verschwanden in einem Nebel. Alles wirkte so fern. Dabei war sie erst in diesem Jahr die Verbindung zu dem Mentorgeist eingegangen.
„Bald, hab ein wenig Geduld!“
Alyssa seufzte und trat gerade so weit vor, dass die Wellen, die die Insel sanft umspülten, sie nicht erreichen konnten. Es war ihr bewusst, dass sie deswegen nicht mehr sehen konnte, als drei Meter zuvor, aber sie hatte Hummeln im Hintern. Geduld gehörte nun einmal nicht zu ihren Stärken, ganz besonders dann nicht, wenn etwas so aufregendes geschah.
Bis zum Horizont und darüber hinaus war kein weiteres Land zu sehen. Dafür schimmerte das Meer, als enthielte es eine phosphoreszierende Substanz. Am nächtlichen Himmel funkelten die Sterne, doch sie schienen wahllos dort angebracht worden zu sein. Zu keinem bekannten Sternenbild wollten die Konstellationen passen. Dafür verschwanden einige von ihnen, um an anderer Stelle wieder aufzutauchen. Sie glichen mehr weit entfernten alles beobachtenden kosmischen Augen, die sich öffneten und wieder schlossen.
Alyssa staunte mit offenem Mund über die atemberaubende Szenerie. Sie wusste, dass es nicht real war, doch als wolle sie diese Illusion eines Besseren belehren, kitzelte sie der Sand zwischen den Zehen. Die Magierin sah an sich herunter und grub die nackten Füße fester in den feinen, weißen Steinstaub. Es war fantastisch und beunruhigend zugleich. ‚Ob sich B.T.L.-Junkies so fühlen, wenn sie sich in die Erinnerungen eines anderen Menschen einklinken?‘
Der Strand an dem sie standen, umfasste nur einige Dutzend Quadratmeter. Nicht ein einzelner Grashalm wuchs auf der Insel. Lediglich ein hölzerner Steg führte von dem Eiland fort. Er war vom jahrzehntelangen Einfluss der Umwelt verwittert und weckte wenig Vertrauen in seine Stabilität. Nichts befand sich hier. Nichts außer Alyssa und ihrer Freundin.
„Wie lange wird es dauern, bis er sich zeigt?“, fragte sie und erntete ein verschmitztes Lächeln, das ihre Augen leuchten ließ. Sunetra wartete kniend auf Susanoos Ankunft. Sie hatte die Menschenfrau von dem Moment an, seit sie hier gelandet waren, genau beobachtet. War sie sich bei ihrem ersten Besuch in seinem Refugium ebenso fremd und deplatziert vorgekommen? Wahrscheinlich, aber die Erinnerungen verschwanden in einem Nebel. Alles wirkte so fern. Dabei war sie erst in diesem Jahr die Verbindung zu dem Mentorgeist eingegangen.
„Bald, hab ein wenig Geduld!“
Alyssa seufzte und trat gerade so weit vor, dass die Wellen, die die Insel sanft umspülten, sie nicht erreichen konnten. Es war ihr bewusst, dass sie deswegen nicht mehr sehen konnte, als drei Meter zuvor, aber sie hatte Hummeln im Hintern. Geduld gehörte nun einmal nicht zu ihren Stärken, ganz besonders dann nicht, wenn etwas so aufregendes geschah.