Kapitel 2 - An der Nordseeküste...
"Was?!"
Beunruhigt wirbelte ich herum und stürmte aus der Kabine zum Heck des Schiffs. Mein Haar wogte im Wind wie Seetang unter Wasser hin und her als ich in die Ferne blickte. Tatsächlich näherten sich uns drei Schnellboote mit hoher Geschwindigkeit von Achtern.
Obwohl es tiefste Nacht war, konnte ich sehen, wie weiße Gischt hinter ihnen von den Motoren in den Himmel geschleudert wurde. Sie waren so schnell, dass sich ihre Buge Speerspitzen gleich gen Himmel gerichtet hatten.
Der zweite Ork an Bord trat an meine Seite. "Kannst du etwas erkennen?"
"Nein. Weder Waffen, Besatzungen... noch nicht mal so etwas wie Hoheitszeichen oder Konzernzugehörigkeiten. Aber so zielstrebig, wie die näher kommen, sind die nicht auf einen Plausch über einem Bierchen aus."
"Ja", knurrte Cone, "das da bedeutet garantiert Ärger. Ich frage mich, wie der Zwerg ihr Kommen bemerken konnte."
Bevor ich etwas erwidern konnte, öffnete Largo einen Kanal im Komlink: "Entweder leidest du an Demenz oder du hast noch nicht mitbekommen, dass ich der Dead Man's Hand eine Riggeradaption verpasst habe. Sobald ich eingeloggt bin, werde ich eins mit dem Fahrzeug. Alles, was das Radar und die Sensoren aufzeichnen, wird direkt an mich weiter geleitet. Diese Flitzpiepen haben am Hafen auf uns gewartet. Ich hab sie schon seit unserer Abfahrt auf dem Schirm."
"Warum hast du nicht vorher was gesagt? Eine kleine Warnung wäre fantastisch gewesen."
"Bis jetzt hatten sie genug Abstand gehalten und es gab keinen Grund Panik zu schieben. Es hätte genauso gut Zufall sein können."
Der ehemalige Ganger zog die Augenbrauen zusammen und sah grimmig zu unseren Verfolgern rüber. "Naja, Zufall können wir ja dann von der Liste streichen."
Stumm pflichtet ich meinem Cousin bei. Wir befanden uns noch innerhalb der Grenzen des Hamburger Elbteils, aber seit der schwarzen Flut von 2011 war dieses Gebiet so weitläufig, dass man schon fast von einem kleinen Binnenmeer sprechen konnte. Ein Schusswechsel so weit entfernt vom Ufer fiel also bei entsprechender Witterung nicht einmal besonders auf. Und ich fand, dass uns das in dieser Nacht zum Vorteil gereichte.
Beunruhigt wirbelte ich herum und stürmte aus der Kabine zum Heck des Schiffs. Mein Haar wogte im Wind wie Seetang unter Wasser hin und her als ich in die Ferne blickte. Tatsächlich näherten sich uns drei Schnellboote mit hoher Geschwindigkeit von Achtern.
Obwohl es tiefste Nacht war, konnte ich sehen, wie weiße Gischt hinter ihnen von den Motoren in den Himmel geschleudert wurde. Sie waren so schnell, dass sich ihre Buge Speerspitzen gleich gen Himmel gerichtet hatten.
Der zweite Ork an Bord trat an meine Seite. "Kannst du etwas erkennen?"
"Nein. Weder Waffen, Besatzungen... noch nicht mal so etwas wie Hoheitszeichen oder Konzernzugehörigkeiten. Aber so zielstrebig, wie die näher kommen, sind die nicht auf einen Plausch über einem Bierchen aus."
"Ja", knurrte Cone, "das da bedeutet garantiert Ärger. Ich frage mich, wie der Zwerg ihr Kommen bemerken konnte."
Bevor ich etwas erwidern konnte, öffnete Largo einen Kanal im Komlink: "Entweder leidest du an Demenz oder du hast noch nicht mitbekommen, dass ich der Dead Man's Hand eine Riggeradaption verpasst habe. Sobald ich eingeloggt bin, werde ich eins mit dem Fahrzeug. Alles, was das Radar und die Sensoren aufzeichnen, wird direkt an mich weiter geleitet. Diese Flitzpiepen haben am Hafen auf uns gewartet. Ich hab sie schon seit unserer Abfahrt auf dem Schirm."
"Warum hast du nicht vorher was gesagt? Eine kleine Warnung wäre fantastisch gewesen."
"Bis jetzt hatten sie genug Abstand gehalten und es gab keinen Grund Panik zu schieben. Es hätte genauso gut Zufall sein können."
Der ehemalige Ganger zog die Augenbrauen zusammen und sah grimmig zu unseren Verfolgern rüber. "Naja, Zufall können wir ja dann von der Liste streichen."
Stumm pflichtet ich meinem Cousin bei. Wir befanden uns noch innerhalb der Grenzen des Hamburger Elbteils, aber seit der schwarzen Flut von 2011 war dieses Gebiet so weitläufig, dass man schon fast von einem kleinen Binnenmeer sprechen konnte. Ein Schusswechsel so weit entfernt vom Ufer fiel also bei entsprechender Witterung nicht einmal besonders auf. Und ich fand, dass uns das in dieser Nacht zum Vorteil gereichte.