Kapitel 2 - Abgetaucht
Dass sich Konzerne gerne Euphemismen
bedienen ist nichts Neues. Dennoch musste ich lachen, als wir am Wohnblock 'Schattige Gärten' angekommen waren. Der
Eingang lag in einem schmalen Seitengässchen, das von Efeuranken bereits halb
zugewuchert war und dem von deutlich höheren Gebäuden umgebenen Betonklotz
immerhin ein klein wenig Farbe verpasste. Die anderen in die Jahre gekommenen
Bauten hatten die Gärten wie
hässliche Neonaziglatzen umringt und spendeten bedrohlichen Schatten. Eines Tages werden sie einstürzen und dabei
den armen Tropf in ihrer Mitte mit sich zu Boden reißen, so viel ist sicher.
Ich konnte spontan verstehen, warum Stefanie Halvers es vorzog bis spät in die
Nacht zu arbeiten anstatt mehr Zeit in diesem ungastlichen Viertel zu
verbringen. Zugegeben: dass ihre Bettgenossin im Rathaus das Sagen hatte,
spielte sicherlich auch eine entscheidende Rolle.
In ihre Wohnung zu kommen stellte wie zu erwarten eine geringere Herausforderung dar, als mit einem Guhl ein Steak zu teilen. Dank der Zugangsberechtigung zum Haus, die wir vom Schmidt bekommen hatten, ließ uns das Sicherheitssystem des Wohnblocks automatisch bis zur Wohnungstür im vierten Stock vor. Erst dort wurde es etwas spannend, als wir Männer uns beim knacken der Türverriegelung gegenseitig im Weg herumstanden und sich Largo beim Aufstemmen des kleinen Kästchens an der Wand fast die Finger gebrochen hatte. Glücklicherweise verkniff sich der Zwerg das Fluchen, als ihm zum wiederholten Mal der Schraubendreher schmerzhaft in seine linke Hand abgerutscht war, weil Cone und ich ebenfalls helfen wollten. Hätte er losgezetert, wäre nämlich die Wachdrohne sofort auf uns aufmerksam geworden, die im Seitengang auf uns zu schwebte. So konnte ich die Kabel im geöffneten Kästchen neu verdrahten um das Türschloss zu entriegeln. Geschwind versteckten wir uns in Halvers Bude und schlossen gerade noch rechtzeitig die Tür hinter uns, bevor die Drohne um die Ecke düste. Das war mir eine Spur zu knapp gewesen. Wenigstens hatten die Magierinnen uns dabei nicht zusehen können. Über dieses Schauspiel hätten die sich noch in zehn Jahren kaputtgelacht.
In ihre Wohnung zu kommen stellte wie zu erwarten eine geringere Herausforderung dar, als mit einem Guhl ein Steak zu teilen. Dank der Zugangsberechtigung zum Haus, die wir vom Schmidt bekommen hatten, ließ uns das Sicherheitssystem des Wohnblocks automatisch bis zur Wohnungstür im vierten Stock vor. Erst dort wurde es etwas spannend, als wir Männer uns beim knacken der Türverriegelung gegenseitig im Weg herumstanden und sich Largo beim Aufstemmen des kleinen Kästchens an der Wand fast die Finger gebrochen hatte. Glücklicherweise verkniff sich der Zwerg das Fluchen, als ihm zum wiederholten Mal der Schraubendreher schmerzhaft in seine linke Hand abgerutscht war, weil Cone und ich ebenfalls helfen wollten. Hätte er losgezetert, wäre nämlich die Wachdrohne sofort auf uns aufmerksam geworden, die im Seitengang auf uns zu schwebte. So konnte ich die Kabel im geöffneten Kästchen neu verdrahten um das Türschloss zu entriegeln. Geschwind versteckten wir uns in Halvers Bude und schlossen gerade noch rechtzeitig die Tür hinter uns, bevor die Drohne um die Ecke düste. Das war mir eine Spur zu knapp gewesen. Wenigstens hatten die Magierinnen uns dabei nicht zusehen können. Über dieses Schauspiel hätten die sich noch in zehn Jahren kaputtgelacht.
