Kapitel 5 - Ocyons Ruf
Falls
es jemals unter Shadowrunnern so etwas wie den Stereotyp des stillen Teilhabers
geben sollte, lieferte Sanada die Blaupause dafür. Unser mandeläugiger
Begleiter mit den feisten Backen, der sich auffällig darum bemühte unauffällig
zu wirken, war zwar fast die ganze Zeit über an unserer Seite gewesen, konnte aber
mit jeglicher Umgebung verschmelzen. Egal wo wir unsere Ermittlungen
durchführten, er schien augenblicklich unsichtbar zu werden, sobald wir uns
nicht von A nach B bewegten. Wahrscheinlich waren die wenigsten in der Lage
sich spontan an ihn zu erinnern, wenn man sie nach ihm fragen würde.
Er bekam die Zähne kaum auseinander und selbst wenn man ihn direkt ansprach, musste man ihm die Würmer einzeln aus der Nase ziehen. Nur selten sprach er mehr als einen zusammenhängenden Satz mit uns. Ich war mir sicher, dass es nicht daran lag, dass er mit uns ein Problem hatte. Er war schlicht ein schweigsamer Kerl. Doch auch wenn er sich nur dann und wann mitteilte, bedeutete das nicht, dass er kurz vorm Einschlafen war. Stets behielt er mit wachen, aufmerksamen Augen alles um ihn herum im Blick, wie ein lauerndes Raubtier. Am Flughafen hatte er bereits bewiesen, dass er sich seiner Haut erwehren konnte. Sanada würde uns in einem Kampf also nicht alleine lassen.
Dennoch war da etwas an ihm, das ich nicht ergründen konnte. Ein Geheimnis umgab den Mann, genauer gesagt: ein arkanes Geheimnis. So viel hatten wir bereits auf dem Flug nach Japan festgestellt. Nur was?! Die Frauen hatten mehrere Vermutungen geäußert, aber wirklich sicher waren sie nicht gewesen. Und würde sich sein Status positiv oder negativ auf unsere Mission auswirken? Diese Frage ging mir immer wieder durch den Kopf, lediglich die Antwort blieb ich mir auch am Ende des zweiten Tages schuldig.
Nachdem unsere Magierinnen ihren Schwatz mit dem Mentorgeist beendet hatten, informierten sie uns über ihre neu gewonnenen Erkenntnisse.
„Wir müssen also nur noch herausfinden, wo Miruku seine Anhänger rekrutiert. Sanada-San, sie sind hier ortskundig. Können sie uns sagen, wo wir mit der Suche beginnen sollten?“, fragte Alyssa schließlich. Alle Anwesenden sahen ihn erwartungsvoll an.
Er bekam die Zähne kaum auseinander und selbst wenn man ihn direkt ansprach, musste man ihm die Würmer einzeln aus der Nase ziehen. Nur selten sprach er mehr als einen zusammenhängenden Satz mit uns. Ich war mir sicher, dass es nicht daran lag, dass er mit uns ein Problem hatte. Er war schlicht ein schweigsamer Kerl. Doch auch wenn er sich nur dann und wann mitteilte, bedeutete das nicht, dass er kurz vorm Einschlafen war. Stets behielt er mit wachen, aufmerksamen Augen alles um ihn herum im Blick, wie ein lauerndes Raubtier. Am Flughafen hatte er bereits bewiesen, dass er sich seiner Haut erwehren konnte. Sanada würde uns in einem Kampf also nicht alleine lassen.
Dennoch war da etwas an ihm, das ich nicht ergründen konnte. Ein Geheimnis umgab den Mann, genauer gesagt: ein arkanes Geheimnis. So viel hatten wir bereits auf dem Flug nach Japan festgestellt. Nur was?! Die Frauen hatten mehrere Vermutungen geäußert, aber wirklich sicher waren sie nicht gewesen. Und würde sich sein Status positiv oder negativ auf unsere Mission auswirken? Diese Frage ging mir immer wieder durch den Kopf, lediglich die Antwort blieb ich mir auch am Ende des zweiten Tages schuldig.
Nachdem unsere Magierinnen ihren Schwatz mit dem Mentorgeist beendet hatten, informierten sie uns über ihre neu gewonnenen Erkenntnisse.
„Wir müssen also nur noch herausfinden, wo Miruku seine Anhänger rekrutiert. Sanada-San, sie sind hier ortskundig. Können sie uns sagen, wo wir mit der Suche beginnen sollten?“, fragte Alyssa schließlich. Alle Anwesenden sahen ihn erwartungsvoll an.