Kapitel 3 –Unverhofft kommt oft
Freitag 08:40 Uhr
Am
Ende einer langen Nacht des geschäftigen Suchens nach Beute legte sich der
Fuchs im Unterholz des Wäldchens zur Ruhe. Zwei magere Wühlmäuse hatte er in
ihren Verstecken aufgestöbert und anschließend im spärlichem Mondschein
verspeist. Ein voller Magen sieht anders aus, aber verhungern würde er heute
nicht. Nein, Hunger würde er nicht mehr leiden müssen, aber wenn das Tier
geahnt hätte, dass es gerade seine Henkersmahlzeit zu sich genommen hatte, es
wäre die Sache mit mehr Genuss angegangen. Hätte sich Zeit gelassen statt die
grauen Nager gierig hinunter zu schlingen. Aber da der Fuchs nichts von seinem
Schicksal wissen konnte, rollte er sich erschöpft zusammen und schloss die
Augen. Wahrscheinlich hätte er sein Ende sogar im Frieden des Schlafs gefunden,
wenn ihn nicht ein Geräusch aufgeschreckt hätte. Sofort war er hellwach. Die
Ohren aufrecht gestellt, den Kopf in die Höhe gereckt, horchte er in den Wald
hinein. Was war das? Es hatte wie knackendes Holz geklungen. Ein Geräusch, das
für gewöhnlich von schweren Schritten verursacht wurde. War jemand in seiner
Nähe? Menschen etwa?
Vorsichtig schnupperte der Vierbeiner aus der Familie der Hundeartigen, konnte aber keine entlarvenden Gerüche ausmachen. Zu seinem Unglück ging dem Tier der Intellekt ab, die Quelle des Geräuschs mit der Windrichtung zu kombinieren. So entging ihm die lebensrettende Erkenntnis, dass sich ihm jemand aus der Richtung näherte, in die der Wind blies. So aber trug er den Geruch des Angreifers von dem Fuchs fort.
Vorsichtig schnupperte der Vierbeiner aus der Familie der Hundeartigen, konnte aber keine entlarvenden Gerüche ausmachen. Zu seinem Unglück ging dem Tier der Intellekt ab, die Quelle des Geräuschs mit der Windrichtung zu kombinieren. So entging ihm die lebensrettende Erkenntnis, dass sich ihm jemand aus der Richtung näherte, in die der Wind blies. So aber trug er den Geruch des Angreifers von dem Fuchs fort.