Kapitel 1 - Interessante Zeiten
Gerade
noch rechtzeitig duckte ich mich unter dem Messer hinweg, das durch die Luft
auf mich zuflog. Ein kühler Lufthauch zog durch die neu entstandene Öffnung in
mein Shirt , kroch über meine verschwitzte Haut und ermahnte mich das nächste
Mal zeitiger zu reagieren. Mit einem scharfen Tock blieb die Klinge in einem Holzbalken in der Wand stecken. Noch
bevor der Griff aufhörte von einer Seite zur anderen zu wippen, prasselten
schon die nächsten Angriffe auf mich ein. Aus der abgeknieten Haltung, in der
ich mich befand, blieben mir nicht viele Optionen übrig. Die ersten beiden
Schläge konnte ich durch einen Block mit dem rechten Unterarm abfangen Der
Dritte streifte mich schmerzhaft an der linken Schläfe. Sternchen tanzten vor
meinen Augen einen konfusen, alkoholschwangeren Walzer auf dem Weg zum
Saalausgang. Ein weiterer Schmerz gesellte sich zu den vielen anderen, über die
sich mein Körper seit Beginn des Kampfs quengelnd beschwerte. Es war an der
Zeit meine Position zu wechseln. Also stieß ich mich seitlich weg, ging in eine
Rolle über, aus der ich in die Vertikale schoss.
Zum ersten Mal in diesem Gefecht schlug er an mir vorbei. Erstaunt dass sein Ziel verschwunden war, hopste er ein Schrittchen zurück und wiegte sich erwartungsvoll in seinen Knien, bereit wieder auf mich loszugehen. Er grinste. Nicht wütend werden, Hendrik! Ruhe bewahren und auf die Situation konzentrieren! Doch das war einfacher gesagt als getan. Im Moment hätte ich mich am liebsten wie ein Berserker aufgeführt. Ein wenig Gebrüllt, Geflucht und den gesamten Raum in Einzelteile geschlagen. Ich wusste, dass er genau darauf wartete. Darauf wartete, dass ich die Kontrolle verlor. Versagte.
Zum ersten Mal in diesem Gefecht schlug er an mir vorbei. Erstaunt dass sein Ziel verschwunden war, hopste er ein Schrittchen zurück und wiegte sich erwartungsvoll in seinen Knien, bereit wieder auf mich loszugehen. Er grinste. Nicht wütend werden, Hendrik! Ruhe bewahren und auf die Situation konzentrieren! Doch das war einfacher gesagt als getan. Im Moment hätte ich mich am liebsten wie ein Berserker aufgeführt. Ein wenig Gebrüllt, Geflucht und den gesamten Raum in Einzelteile geschlagen. Ich wusste, dass er genau darauf wartete. Darauf wartete, dass ich die Kontrolle verlor. Versagte.


